Die Himmel erzählen die Ehre Gottes

2026 – so werden wir nicht müde zu betonen – ist unser Jubiläumsjahr.

Und Jubiläum und Musik ... das gehört doch zusammen wie Kelch und Patene!

Gesungen wurde im August im Festgottesdienst, das versteht sich. Aber da die Gemeinde eine knapp 80-köpfige Kantorei ihr eigen nennt (die zufällig in diesem Jahr ihr 80-Bestehen feiern kann), und noch dazu einen Kantor, der auch Anspruchsvolles nicht scheut, blieb es nicht bei Messe- und Gemeindegesang, sondern zur Feier der 125 Jahre wurde am 4. Oktober als krönendes Ereignis die Schöpfung von Joseph Haydn aufgeführt.

Bereits im Januar hatte die Kantorei das erste Mal die Noten dieses Werks aufgeschlagen und das Oratorium dann über Monate geprobt: vom Chaos des Anfangs („des schwarzen Dunkels gräuliche Schatten“) über den Lobgesang der Himmelsbürger bis zur Schaffung der „schäumenden Wellen“ , des „frischen Grüns“, der Sonne und des Mondes, der „webenden Geschöpfe“ des Meeres über die Vögel und „kriechendes Gewürm“ bis zum gelenkigen Tiger – und natürlich des Menschen „nach seinem Ebenbilde“. Es sangen die Engel über Finsternis und Licht, Urgewalt und Anmut, und Adam und Eva im zarten Liebesduett. Zwischendrin setzte immer wieder der Chor stimmgewaltig zum Lobgesang an: „Der Herr ist groß in seiner Macht und ewig bleibt sein Ruhm“!

Spätestens beim Schlusschor dann – „Singt dem Herren alle Stimmen, dankt ihm alle seine Werke!“ – waren die Sängerinnen und Sänger und das Orchester nicht mehr nur in der Kirche zu hören, sondern weithin vernehmlich auch außerhalb.

 

Es war bewegend, erhebend und ein großes Privileg, daran mitzuwirken, dass am Ende alles gelang.

Die Monate der Vorbereitungen gipfelten in vier Tagen intensiven Schaffens, bis Benedikt Woll am 4. Oktober um 18 Uhr den Taktstock hob:

Das über 30-köpfige Junge Philharmonische Orchester Niedersachsen reiste bereits am Donnerstag an. Die Musikerinnen und Musiker fanden Aufnahme in Familien und probten von morgens bis abends in der Kirche – in wechselnder Besetzung, mit und ohne Chor, am Samstag mit den Solisten.

Während sie spielten, wurde im Gemeindesaal gekocht, gedeckt, abgeräumt und abgewaschen, denn eine reichliche Verpflegung war natürlich Ehrensache.

Für solch ein großes Projekt braucht es Planer und zupackende Hände vom Plakatentwurf über den Podestauf- und abbau, die Küche und Bestuhlung bis hin zur Abendkasse und Besucherbetreuung. Vom Notenständer bis zum Hammerklavier muss alles zu jeder Zeit am richtigen Platz sein.

Durchdacht, bestens dokumentiert, mit ruhiger Hand gesteuert … es war zutiefst befriedigend zu sehen, wie sich alles fügte. Und wie viele Freiwillige sich in unserer Gemeinde mobilisieren lassen. Ein paar Stunden mitreißendes Erleben sind vielen alle Mühe wert!

 Ein großes, pauschales Dankeschön hierfür!

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Ein Oratorium führt man nicht alle Tage auf. Wegen des Aufwands, aber auch wegen der Kosten.

Die Kirchenmusik braucht daher zu jeder Zeit Unterstützung.

Spenden Sie gerne für diesen Zweck an unsere Gemeinde – oder werden Sie doch Mitglied im neu gegründeten Förderverein!

Musik stärkt, führt zusammen, spendet Trost, gibt Zuversicht. Es gibt 1000 gute Gründe, sie zu fördern und zu bewahren. Überall. Und in unserer Gemeinde.