Die Gemeindebriefausgabe für Februar 2026 finden Sie hier.
Geistliches Wort des Monats Februar:
Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat. Monatslosung Februar; 1. Mose 26,11; Einheitsübersetzung
„Die Sullys halten zusammen“, lautet das Motto der Familie. Kein sehr origineller Leitspruch. Eigentlich einer, der über jeder Familie stehen könnte, die große Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen kann. In den Avatar-Filmen sind diese jedenfalls immer gleich eine Bedrohung für die Existenz der Familie, die zu den Naturvölkern auf dem Planeten Pandora gehören. „Die Sullys halten zusammen“, ist aber auch im Blick auf die Familie selbst ein hilfreicher Schwur. Denn zur Familie gehört nicht nur das quasi Pflegekind Spider, sondern auch die adoptierte Kiri, die, wie man im dritten Teil erfährt, keinen Vater im eigentlichen Sinne hat – sondern die von der Göttin Eywa gezeugt worden ist. Ein bisschen Weihnachten also, wenn auch jetzt nur anders gegendert.
Ob nach innen oder nach außen, das Motto, der gemeinsame Geist lässt die Familie die größten Fährnisse bestehen. Er hält alle zusammen, gibt Kraft zum Durchhalten, Hoffnung darauf, dass es gut ausgeht. Die biologische Abstammung allein macht noch keine Familie. Es braucht auch eine gemeinsame Geschichte, Familienerzählungen, Traditionen und Rituale. Vielleicht auch ein Motto. Oder auch: einen über Generationen geteilten Glauben.
Familie ist mehr als alles andere auch der Ort, an dem man einen Sinn für Transzendenz und Spiritualität entwickelt und erlebt. Eine geglückte Geburt. Ein berührender Abschied. Versöhnung nach heftigem Streit. Umgang mit Schicksalsschlägen. Hoffnung auf ein Wiedersehen. Momente des Segens und Momente, in denen er spürbar fehlt, erlernen wir zumeist als erstes in der Familie zu fühlen. Doch müssen es immer so herausgehobene Geschehnisse sein, die uns spirituell berühren?
Sich freuen über alles Gute, dass der Herr, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat, meint nicht in erster Linie die herausragenden Erlebnisse. Es geht um all das Gute, was uns tagtäglich geschieht, und das wir gerade in und mit unserer Familie genießen. Wir haben in der Regel doch Grund, fröhlich zu sein über das, was uns gegeben ist. Nehmen wir es einfach nur hin? Oder nehmen wir es als Gottes Zuwendung wahr, der will, dass wir das Leben haben, und dass wir es in Fülle haben (vgl. Joh. 10,10)?
Jede und jeder hat Familie. Mindestens im Glauben. Dass Menschen mit uns verbunden sind, ist ein Segen.
Das Gute erfahren wir mit ihnen. Dank Gott.
Einen erwartungsfrohen Februar wünscht Ihnen
Pastor Ralf Meyer-Hansen