Die Konfirmationen sind unbestritten ein Höhepunkt in unserem Gemeindeleben.
Unsere Freude über die Jugendlichen, die sich konfirmieren lassen, ist alljährlich so groß, dass uns ein Gottesdienst allein nicht reicht, um dies zu feiern.
Vielmehr beginnt der Reigen schon am Freitagabend mit zwei Abendmahlsgottesdiensten.
Die Vorfreude ist da bereits bei allen spürbar. Eine Handvoll Lieder, eine Ansprache, dann teilen die Jugendlichen das Abendmahl an ihre Familien aus. Ein Moment der Ruhe und Sammlung, während zu Hause meist noch gebacken, dekoriert und eingedeckt wird oder doch zumindest an alles gedacht werden muss.
Am Ende verabschiedet man sich mit einem erwartungsvollen „Bis (über)morgen!“
Der Morgen beginnt am Samstag recht früh: Schon um 9.30 Uhr war die erste Gruppe – in diesem Jahr sechs Jungs, alle ganz edel in dunklen Anzügen – an der Reihe.
In der Kirche ist alles bereit ...
... die Gemeinde sitzt
Dann ziehen – unter Orgel- oder Posaunenklängen – die Jugendlichen mit Pastor und Kirchengemeinderat ein. Beim Einzug erhebt sich die Gemeinde – jedes Mal ein besonders feierlicher Moment!
Für unsere Konfirmationsgottesdienste gibt es in jedem Jahr ein Thema. In diesem Jahr: Golden.
Im gleichnamigen KPop-Song – von dem wir vor und nach der Predigt einen Ausschnitt hörten – heißt es:
"I'm done hidin', now I'm shinin'
Like I'm born to be
We dreamin' hard, we came so far
Now I believe
We're goin' up, up, up
It's our moment
You know together we're glowing"
Und das passt in die Kirche?
Ja! Wir Christen sind genau dazu geboren und berufen: zum Träumen, zum Strahlen, zum Leuchten.
Ihr seid das Licht der Welt, spricht Jesus.
Das nahm die Predigt auf: „Ihr seid Gold für unseren Glauben, für unsere Gemeinde, für unsere Hoffnung“, war die Botschaft unseres Pastors an unsere nun Konfirmierten.
Verstecken? Nein, dazu stehen. Zu Gott. Zu unserem Glauben. Dazu, wer wir sind.
We are done hiding!
Goldgelbes Licht, eine glitzernde Kugel über dem Altar, Goldstaub von der Kanzel, ein goldenes Kreuz am Band für die Jugendlichen bei der Einsegnung ... es funkelte! Das Glitzern im Teppich wird uns erfreulicherweise noch monatelang an dieses schöne Wochenende erinnern.
Wir wünschen unseren Konfirmierten Gottes Segen auf ihrem Lebensweg! Mögen sie in ihrem Glauben immer eine feste Burg haben!
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Zwei Gottesdienste am Freitag, drei am Samstag, einer am Sonntag – das geht nur mit einer ganzen Schar eingespielter Freiwilliger, die bereit sind, mit viel Tatkraft, Talent und Lust am Gestalten dazu beizutragen, dass eindrückliche Erlebnisse entstehen.
Diese Schar gibt es in unserer Gemeinde und wir wissen, wie kostbar das ist.
Das Geheimnis?
Wir sind dicht beieinander: im Handeln, im Herzen, aber auch ganz konkret räumlich: Viele wohnen „ums Eck“ oder doch zumindest in Hörweite der Glocken. Und der Pastor ohnehin direkt an der Kirche.
Schon Tage vor der Konfirmation geht es los:
Es wird geprobt
und geschmückt
Es wird vorbereitet
und nachbereitet
Und alle sind auf ihrem Posten, wenn es so weit ist.
Im Altarraum
Im Eingang
Im Deckengewölbe
und überall dazwischen!
Schon beim Anblick der auf dem Vorplatz und um die Kirche versammelten Festgemeinde schlägt das Küsterinnen-Herz höher!
Und welch exquisites Vergnügen es ist, froh gelaunten, festlich gekleideten Menschen dabei zuzusehen, wie sie in Wiedersehensfreude einander in die Arme fallen!
Unser besonderer Service: Für jede Gesellschaft sind – gut sichtbar mit Namen – Bänke in der Kirche reserviert. So muss niemand vor Tau und Tag vor der Kirche stehen und niemand fürchten, nicht bei der Verwandtschaft oder gar nicht sitzen zu können.
All dies bedeutet Arbeit zuhauf – aber eine zutiefst erfüllende! Das hier ist unser Ort. Unsere Gemeinschaft. Und wir kennen die Konfirmandinnen und Konfirmanden und ihre Familien. Sie leben hier, genau wie wir. Unsere Kinder waren im selben Kindergarten, sind gemeinsam im Sportverein oder gehen zusammen zur Schule.
Ein über Jahrzehnte gewebter Beziehungsteppich. Unbezahlbar. Unersetzlich.
Im Kern ist es das, was dazu führt, dass die Ehren- und die Hauptamtlichen nach dem letzten Gottesdienst einander ermattet, aber strahlend die Hand reichten und sagten: „Auf ein Neues im nächsten Jahr!“