Das dritte Fenster im Kirchenschiff linker Hand, wenn man in Richtung Altar blickt, zeigt die Verklärung Christi -Transfiguratio Domini.
In Matthäus 17 ist zu lesen:
„Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus und Jakobus und Johannes, dessen Bruder, und führte sie allein auf einen hohen Berg. Und er wurde verklärt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia; die redeten mit ihm. Petrus aber antwortete und sprach zu Jesus: Herr, hier ist gut sein! Willst du, so will ich hier drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine. Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören! Als das die Jünger hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. Jesus aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: Steht auf und fürchtet euch nicht! Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. Und als sie vom Berge hinabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt von dieser Erscheinung niemandem sagen, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.“
„Sein Angesicht leuchtete wie die Sonne“ – diesen Wortlaut scheint der Maler Klaus Arnold zur Inspiration für das Fenster genommen zu haben. Das Wort „Verklärung" stammt aus dem Lateinischen: „transfiguratio“ bedeutet „Umgestaltung“ oder „Verwandlung“.
Geschildert wird ein Offenbarungsereignis für die drei Jünger Petrus, Jakobus und Johannes. Es ist dazu bestimmt – so die Auslegung - den Glauben der Apostel angesichts der kommenden Passion zu stärken.
Mose und Elia stehen dabei für das Gesetz und die Propheten – die beiden Hauptteile der hebräischen Bibel. Ihr Erscheinen zeigt: Jesus ist die Erfüllung des Alten Bundes.
In der katholischen Kirche wird dieses Ereignis an einem festen Datum , dem 6. August, gefeiert. Die Protestanten gedenken der Verklärung am letzten Sonntag nach Epiphanias.
Dann liest der Lektor in der Regel genau diese Bibelstelle – und hat dabei in unserer Kirche vom Pult aus das Fenster gut im Blick.