Alle Jahre wieder ... schön!

Wenn der schon ins Klischeehafte kippende Ausdruck der „gelebten Tradition“ seine Berechtigung hat, dann doch hier:
Schon seit Jahrzehnten findet unser Adventsbasar statt, immer am Vortag des 1. Advents. Jedes Jahr, aber jedes Jahr ein wenig anders – besonders, seit 2023 das Konzept geöffnet wurde und mehrere Stände im Freien den Basar beleben.

Pavillons und Besucher auf dem Kirchvorplatz

Inzwischen erstreckt er sich vom Gemeindesaal-Anbau über den Saal, den Parkplatz und das Alte Pastorat bis zum Kirchvorplatz und in die Kirche selbst.

Posaunenchor auf dem Parkplatz

Um 10:50 Uhr spielte der Posaunenchor auf dem Parkplatz auf, dann sah man – sobald unser Pastor das letzte Wort seiner Begrüßung gesprochen hatte – die Besucher zielstrebig zu den Ständen ihres Interesses strömen ... man kennt sich schließlich aus!

Strickwarenstand
Second-Hand-Kleidung im blauen Salon
Second-Hand-Schals und Hüte an der Wand aufgehängt

Besucher kamen, gingen und kamen wieder. Ein Kauf wurde überall auch gerne für eine Plauderei genutzt. Es ist ja gerade Teil des Charmes, dass man sich untereinander kennt (oder kennenlernt)!

Adventskränze am Stand

Wem bei der Entscheidung über die Stulpenfarbe oder die Frage, ob Adventskranz oder doch lieber Adventsgesteck, zu kalt wurde, konnte sich bei einem Becher Glühwein vor der Kirche aufwärmen – oder den Saal ansteuern. Dort gab es – auch das ist Tradition – erst Erbsensuppe, und dann Kaffee, Torte und Kuchen.

Standpersonal am Marmeladenstand

Von der Suppe zu den Marmeladen war es dann nur ein Schritt. Und gleich gegenüber die Schallplatten zum Stöbern!

Schallplatten

Vielen war aber natürlich auch der Weg die Treppe hinauf in den ersten oder zweiten Stock zu Kitsch & Kunst und zu den antiquarischen Büchern nicht zu weit.

Mann, der Bücher in ein Regal sortiert

Ein Besuch dort lohnte genauso wie bei der sorgfältig vorsortierten und präsentierten Second-Hand-Kleidung im Alten Pastorat.

Märchenerzählerin in der Kirche

Unsere Kirche war den ganzen Tag über geöffnet, diente auf der Empore als Werkstatt und Lagerort für Kränze und Gestecke, gab der Märchenerzählerin (eine Neuheit in diesem Jahr) einen schönen Rahmen für ihren Einsatz und füllte sich zum Abschluss des Basars für das vom Kinderchor gestaltete Konzert.

Unser Basar ist eine höchst erfolgreiche Verkaufsveranstaltung, wobei der Erlös für gute Zwecke* bestimmt ist.

Aber er ist immer und unbedingt auch viel mehr als das:

Er ist ein Ort, an dem Gemeinschaft bewusst und in Präsenz erlebbar und echte Begegnung möglich ist. Ein Tag, der deutlich macht, wie groß – und wie wertvoll! – der Zusammenhalt in unserer Gemeinde ist.

Besucher auf dem Kirchenparkplatz

Nach innen und außen zeigen zu können, dass hier etwas Lebendiges gestaltet wird: Wir sind so stolz, dass uns dies Jahr für Jahr gelingt.

Der Basar funktioniert nämlich mitnichten „einfach so“. Hinter den Kulissen wird lange und mit großem Engagement darauf hingearbeitet:
Da wird gestrickt, Marmelade gekocht, geplant, organisiert, Material gesammelt und eingelagert. Es werden Mitwirkende gesucht und gefunden. Tausend Details – von der Anzahl Tische über die Beleuchtung bis hin zu Konzertprogramm, Raumorganisation und Saaldeko – wollen bedacht werden. Ganz zu schweigen von der Entgegennahme, Sortierung und Präsentation angelieferter Sachspenden...

Es wird auf- und ab- und umgebaut, in der letzten Basarwoche nicht selten bis spät abends.

Lebkuchenhäuschen

Am Morgen des Basars erwacht dann für einige Stunden alles zum Leben ...

... und zwei Tage später sitzen die Basar-Mitwirkenden schon wieder zusammen und richten einen ersten Blick aufs nächste Mal!

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* Je zu einem Drittel für Mercy Ships, den Ambulanten Hospizdienst in Reinbek und das Projekt "Wir bauen Zukunft" unserer Gemeinde.

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